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Asienreise 2024

Usbekistan 3. - 26. 5. - Tajikistan 27. 5. – 17. 6.

Am 3. Mai fuhr ich per Fahrrad durch Buchara, besuchte die Museen im Ark-Fort und besichtigte die berühmten Medresen, Stadtmauer und weitere Denkmäler. Am 4. fand ich die nötige Autoversicherung und fuhr nach etlichen Einkäufen gen Westen die zunächst gute Autobahn, dann geflickte Strassen bis Turtkul. Am 5. blieb ich in Chiwa mit seiner schönen Altstadt. Am 6. fuhr ich über Chilpik kala nach Nukus. Dort ging ich am 7. mit excellenter Führung durch das von Savitsky geprägte Kunstmuseum, sowie ins Karakalpakstan-Museum. Auf dem Rückweg nach Osten besichtigte ich die alten Burgen Toprak + Kyzyl kala, dann am 8. Ayaz, Janbas, Koy Krylgan und Guldursun kala. Am 9. fuhr ich bis Buchara zurück und ging nochmals durch die Altstadt. Am 10. fuhr ich nach Samarkand und blieb im Camping bei Matvey, der sich für Musik interessierte, so dass ich mein Clavichord auspackte und es bei ihm mehrere Abende spielte. Am 11. besichtigte ich per Fahrrad die Medresen am Registan, die Bibi Khanym Moschee + sein Mausoleum, das Temur- und das Rukhobod-Mausoleum. Nachdem ich die Elektronenorgel und das Klavier der kath. Kirche angesehen hatte, stimmte ich dieses russische Klavier am 12. und spielte darauf, bevor ich mit Matvey noch Shah-i-Zinda und das Afrasiyab-Museum besuchte. Am 13. fuhr ich nach Qarshi, wo ich die Brücke, die Kok Gumbaz Moschee, Sardoba und das Museum der Opfer der russischen Besetzung in der Odina Moschee, sowie das Mausoleum von Abu Ubayada Ibin Al-Zarrokh besuchte. Am Abend aß ich in einem großen Restaurant in Guzar. Am 14. fuhr ich nach Termiz, ging ins Archäologische Museum und besichtigte das Kirk Kiz Fortress, wo ich auf eine holländische Reisegruppe traf, weiter Kokildor-Ota-Khanaka, Sultan Saodat und Al Hakim Al-Termizi Mausoleum. Am 15. ging's zurück über Sherobod (Hügel Chalatepa), Beshirkak (Google Maps verortete dort fälschlicherweise die Neanderthaler-Höhle Teshik Tash), Sairob mit 1000jährigem Chinori-Baum, dann von Derbent aus durch den imposanten Tangisar Canyon mit Quelle und Ziyoratgohi-Schrein, wo ich von Einheimischen zu Tee, Suppe etc. eingeladen wurde, dann weiter bis Pas-Machay und schließlich bis nach Karashina. Am 16. besuchte ich Sharisabz, die Geburtsstadt von Temur alias Tamerlan mit den Resten seines Sommerpalastes Ak-Saray, Museum und Kok Gumbaz Moschee und fuhr die schöne Strecke über den Tahtakaracha Pass in Richtung Samarkand. Am 17. traf ich mich dort mit Fedor am Klavier und wir spielten uns etliches vor, mir gefielen besonders seine (an Yann Tiersen erinnernden) Stücke. Am 18. erreichte ich die Hauptstadt Taschkent und spielte auf dem guten Flügel in der Herz-Jesu-Kathedrale. Am 19. erlebte ich dort den Pfingstgottesdienst, spielte auf der Pfeifenorgel und dem Petrof-Klavier und war am Abend in der Nawoi-Oper mit erstklassigem Ballett: Stravinskys Sacre du Printemps + Feuervogel. Am 20. fuhr ich zum Konservatorium und frug nach Adelina, von der ich ihre Youtube-Aufnahme von Hans-André Stamm’s Orgelkonzert kenne. Nach etlichen Fragen und Übersetzungsversuchen gelang es einem Studenten, sie zu finden und ich wurde zum Orgelsaal geführt, in dem aber noch ein Klavierwettbewerb stattfand. Danach durfte ich dieses 3manualige Instrument von Eisenbarth kurz anspielen. Am 21. fuhr ich zum Charvak-Stausee, traf dort die Gleitschirmflieger des Taschkenter Clubs und machte mit meinem Schirm 2 schöne Flüge. Am 22. bestieg ich den kleinen Chimgan (2099m) und fuhr nach Taschkent zurück. Am 23. traf ich nochmals kurz Adelina, fuhr einige Stationen mit der Metro, ging durch die City Mall, besuchte das historische Museum und fuhr nach Ohangaron. Am 24. ging’s über den Pass nach Namangan, wo ich das Museum besuchte und weiter nach Andijon. Dort gefiel mir am 25. besonders die große Moschee. Weiter besuchte ich das Museum und fuhr nach Margilon, wo ich eine Führung durch die Seidenspinnerei erlebte und an der Moschee Alexandra, eine Münsteranerin kennenlernte, die ebenfalls per Auto durch Asien fährt. Ich fuhr noch in Richtung Shohimadron, aber die Grenze zu dieser Enklave ist doch nicht einfach und eher zu Fuß zu passieren. Am 26. Besuchte ich in Qo’qon die Jome-Moschee, den Palast von Kudayar Khan und das Buyuk Allomalar Museum.

Tajikistan 27. 5. – 14. 6.

Am 27. versuchte ich vergeblich bei Pabot über die Grenze nach Tajikistan zu fahren, das gelang aber dann recht gut bei Andarxon und in Konibodom konnte ich nicht nur Somoni, sondern auch Dollar am Geldautomaten bekommen. Am 28. ging's per Fahrrad durch Khujand, wo mich das aufwendig gestaltete Dom-Museum in der Zitadelle beeindruckte. Am 29. fuhr ich über Shariston (mit restaurierter Zitadelle) durch den spärlich beleuchteten Sachristan-Tunnel hinunter ins Zarafsan-Tal und über Panjakent zu den Ausgrabungen in Sarazm. Am 30. besuchte das Rudakimuseum in Panjakent und stieg auf den Hügel bei Sujina, bevor ich die unbefestigte Straße im schönen Singtal zu den 7 Seen bezwang und dabei auf 6 große Allrad-LKW’s mit deutschsprachigen Reisenden traf. Am 31. stieg ich in einer über 11stündigen Bergtour vom Sem’Ozer-Haus am Marguzor-See über Buzinova fast 1500 Höhenmeter auf den Safedsang. Am 1. Juni fuhr ich im Artuch-Tal bis 4 Kilometer vor dem Camp. Dort war die Schotterpiste so steil, dass mein Vorderradantrieb durchdrehte und ich umkehren musste. Am 2. fuhr ich das Zarafshon-Tal weiter hinauf, traf aber schon bei Tomin Alexandra, die bestätigte, dass die Strasse sehr schlecht blieb, so dass ich umkehrte und nach Anzob mit schönen Bergblicken fuhr und dort den Auftrieb der Schafe erlebte. Am 3. ging's bei blauem Himmel zum Iskandarkul, dann aber zogen Wolken auf und ich fuhr durch den Tunnel nach Duschanbe. Dort bekam ich am 4. die notwendige Genehmigung für die Pamir-Region und erlebte am Nachmittag ein heftiges Gewitter. Am 5. besuchte ich das Antiquitätenmuseum und die Festung Hisor. Am 6. fuhr ich vorbei am Nurek-Stausee über Danghara und Kulob bis ins Panj-Tal in die Berge an der Grenze zu Afghanistan. Am 7. ging's weiter, zunächst mit gutem Asphalt bis Darwaz, dann schlechte Schotterstrasse mit Baustellen nach Vanj. Am 8. dann lernte ich beim Warten an der Baustelle 2 Radfahrer kennen und kam bis Rushon. Am 9. wurde die Strasse etwas besser, mittags kam ich in Khorugh an und blieb für 3 Tage in der Pamir Lodge. Das Clavichord wurde ausgeladen und viel gespielt, die Sicherungs-Aufhängung erneuert. Am 10. buk ich 2 Brote, die aber durch die Höhenluft nicht gut gingen und kümmerte mich um die Registrierung. Am 11. wanderte ich im Shokhdaratal 3 Stunden um etwas Blick auf die Berge zu bekommen, aber die höchsten wurden von Schneesturmwolken umhüllt. Abends spielten ein Freund von Bill Chouinard aus Minnesota auf seiner Trompete (mit Dämpfer) und der 10jährige Sohn unserer Gastgeber an der Gitarre als Trio mit mir am Clavichord. Am 12. fuhr das erste Stück des Pamir Highway nach Vibist, wo ich in Richtung der Petroglyphen wanderte, aber nach 2Stunden umkehrte, als klar wurde dass die Zeit nicht reichte. Am 13. sah ich wieder viele Schafe. Kurz hinter dem Blick auf die Salzseen und vor der Abzweigung nach Khargush brach durch eine heftige Bodenwelle der hier wieder asphaltierten Straße die erste Hälfte meines Schranks auseinander und ich hatte über 2 Stunden zu tun, um ihn besser wiederherzustellen. Am 14. fuhr ich nach Murghob, wo ich auf einen platten Reifen aufmerksam gemacht wurde, der seitlich ein so großes Loch hatte, dass er sich nicht mehr aufpumpen ließ. Ich fand einen Reparateur, wobei er noch eine Schraube in der Lauffläche fand. Beides wurde repariert, zudem vorsichtshalber ein Schlauch eingebaut. Zunächst aber nutze ich den Reservereifen. Nachdem ich eingekauft und eine Gemüsesuppe gegessen hatte, fuhr ich weiter, musste am Abend in der WhatsApp-Gruppe aber lesen, dass die Strecke nach SariTasch abgebrochen sei. Dies stellte sich am 15. aber als nicht richtig heraus. Dennoch waren die ersten Kilometer südlich des Kyzyl-Art Passes mit Schlamm und tiefen Spurrillen der anspruchsvollste Teil des Pamir-Highway. In der Gegenrichtung hätte ich das aufwärts mit meinem Vorderradantrieb wahrscheinlich nicht geschafft – abwärts ging’s aber gut. Davor genoss ich die schönen Ausblicke auf den Qaraqul-See und viele Berge. Danach aber gab’s an der kirgisischen Grenzstation die böse Überraschung: Da mir die besondere Erlaubnis für diese Grenzstation fehlte (in den Tagen davor hatte ich kein Internet und die tajikischen Polizisten hatten mir trotz meiner Fragen nichts darüber erzählt) musste ich zusammen mit 5 Bikern die dasselbe Problem hatten 2 Tage (und Nächte mit 5 Grad) an der Grenzstation warten, bis am Montag, dem 17. Juni die Erlaubnis erteilt wurde.