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Reise „Down Under1.Teil: Australien, 2. Neuseeland - Südinsel, 3. Neuseeland - Nordinsel – Fotos bei flickr und bei Facebook

4. Polynesien

1. Tahiti – 2. Nuku HivaUa Pou - 3. Nuku HivaHiva Oa

4. Hiva OaFatuivaTahuataHiva Oa, 3. – 14. Juni 2018 + 99 Fotos

Am 3. Juni wurde ich von einem Soldaten mit Familie in die Berge mitgenommen, wanderte über eine Stunde die Straße weiter und konnte dann nach Puamau mitfahren. Dort besuchte ich zunächst alleine das gepflegte Me’ae Iipona, dann kam eine Familie die mich am Vortag ein Stück nach Taaoa mitgenommen hatte, wir bekamen Erläuterungen und ich wurde hinunter an den Strand mitgenommen. Dort besuchte ich die eine Woche vorher von Bischof Pascal geweihte Kirche, unterhielt mich mit den Erbauern und ging schwimmen. Den Rückweg musste ich bis in die nächste Bucht über eine Stunde gehen, bevor mich eine Familie nach Atuona mitnahm. Am 4. erkundigte ich mich im Hafen bei der Fähre nach Fatuiva und erfuhr, dass sie Dienstag nicht nur um 2 sondern auch nochmals um 12 abfährt. Ich wanderte noch den Berg hinauf zu einer schönen aber anscheinend kaum besuchten Chalet-Hotelanlage. Am 5. ging ich vor dem Frühstück ein Stück den Berg hinauf in Richtung Temetiu / Hanamenu, fand aber nicht den richtigen Weg. Um 12 fuhr ich mit der Fähre nach Omoa auf Fatuiva, wo ich von Edwin gut aufgenommen wurde und hinter der Kirche zeltete. Umgehend kam ich ins Gespräch mit einer 3 Tage jüngeren Nachbarin. Am 6. regnete es viel. Dennoch ging ich nach Einweisung durch einen Ortskundigen zu den schönen Petroglyphen und fand später am Talende (im Gegensatz zur Auskunft im Rathaus) einen mit orangen Bändern markierten steilen Weg durch die Bäume, der vermutlich zum Gipfel führt – ich ging bis zur Wolkengrenze. Am 7. war das Wetter besser, Edwin brachte mich zum Pass und ich ging zunächst ohne den großen Rucksack eine Stunde bis zum Tiefblick auf die Ostküste bei Ouia (dort verbrachte Heyerdal als 21jähriger ein Jahr). Der steile Weg hinunter war vom Regen so rutschig, das ich umkehrte und über die Straße nach Hanavave wanderte (mit Abstechern zu schönen Aussichtspunkten und zum Wasserfall). Auch in Hanavave konnte ich an der Kirche zelten, kam ins Gespräch mit verschiedenen Bewohnern, wurde zum Essen eingeladen und bekam Obst geschenkt. Am 8. stieg ich morgens auf die Felsen an der Hafeneinfahrt. Leider sah ich danach um 9.50 Uhr die Fähre ohne mich abfahren – ich hatte auf die am Dienstag erhaltene Aussage des Kapitäns vertraut, dass sie zwischen 10 und 11 Uhr käme. Am Abend gab’s einen feierlichen Gottesdienst mit Kommunionausteilung zum Herz-Jesu-Fest. Danach erfuhr ich, dass ich am kommenden Morgen mit Pierre, einem Bretonen, auf seiner Ovni 37 nach Tahuata mitsegeln konnte und ließ mich auf sein Boot bringen. Mit dem Boot auf dem Meer fühlte ich mich wieder ganz zuhause. Leider fuhr auch auf Tahuata am Wochenende keine Fähre, aber ich konnte auf dem Boot bleiben und mitessen. Sonntag ankerte neben uns ein größeres norwegisches Segelboot, mit dem ich dann Montagabend nach Hiva Oa zurückfuhr, nachdem die Norweger Bill beim Reinigen seines Rumpfes geholfen hatten. Ich unternahm Sonntag (mangels Mitfahrgelegenheit) eine längere Wanderung bis zum Pass vor Motopu und zurück (5 Stunden, anfangs mit gutem Tiefblick auf Vaitahu). Am 11. schlug ich mein Zelt wieder an der Kirche in Atuona auf und konnte am 12. mein dort gelassenes Gepäck samt Computer abholen, Fotos sortieren und diesen Bericht vervollständigen. Am 13. wanderte ich (mit den großen Bergschuhen) von 6 bis 15 Uhr den steilen Weg über den Temetiu-Grat in Richtung Hanamenu. Leider waren Berg und Grat wie meistens bald in den Wolken. Ich bekam aber einen Blick auf die Südwestküste und konnte beim Abstieg schöne Fotos von Atuona machen. Abends war ich mit vielen Seglern beim Barbecue mit interessantem Gitarren-Duo beim Semaphore. Am 14. besuchte ich den Friedhof mit den Gräbern von Brel und Gauguin. Ich wurde ein gutes Stück den matschigen Weg nach Teueto gebracht – diese Stätte macht aber einen sehr heruntergekommenen Eindruck. Anschließend besuchte ich den sehr schönen Tiki souriant.

 

3. Nuku HivaHiva Oa, 26. Mai – 2. Juni 2018 + 99 Fotos

Am 26. Mai wurde ich von Taiohae nochmals nach Taipivai mitgenommen und bekam 2 Mangos geschenkt. Ich ergänzte meinen Wasservorrat und ging zu den alten Kultstätten. Leider war nicht nur der Weg sehr schlecht (matschig), auch die Meae waren überwuchert und ungepflegt. Die Steine waren so verwittert, dass nur die Grundzüge erkennbar waren. Ich wurde weiter mitgenommen zum Ausgangspunkt des Weges zu den Wasserfällen am Talende. Der Weg führte zu einem Gebäude des Elektrizitätswerks, ein weiterer höher hinauf, zu den Wasserfällen gab es keinen. Ich konnte sie nur aus einiger Entfernung durch’s Gebüsch sehen. Den Weg nach Taipivai zurück musste ich zu Fuß gehen, unterbrochen von starkem Regen. Dort bekam ich wieder eine Pampelmuse und wurde von Freunden der Mitsegler nach Ua Pou nach Taiohae zurückgebracht. Dort fand eine große Hochzeit statt von der ich ein wenig filmte. In der Nacht zum Sonntag regnete es stark und lange. Auf dem Weg zur Messe ging mein Wunsch nach einer anderen Unterkunft in Erfüllung: Ein Auto hielt an um mich mitzunehmen und Gabriel, der gerne mehr Deutsch lernen will, lud mich ein bei ihm zu wohnen. Nach der Messe, in der die Liedtexte an die Wand projiziert wurden, so dass ich auch die marquesischen Lieder mitsingen konnte, holte mich Gabriel (mit Frau und jüngster Tochter) ab und ich lernte beim Mittagessen die hiesigen Gemüse kennen: Maniok, Taro und Uru (Brotfrucht). Wir unterhielten uns lange – sie sind Adventisten. Der 28. Mai war für die Insel ein besonderer Tag, denn das Versorgungs- und Touristenschiff Aranui 5 war da, viele Autos wurden als Taxis eingesetzt und vieles wurde aus- und eingeladen. Als ich morgens durch den Ort ging, hielt ein Auto an und ich wurde angesprochen von Fred, dem ich an meinem Geburtstag 2016 in Panama auf dem Clavichord vorgespielt hatte. Am Nachmittag stieg ich ein wenig durch die östlich der Bucht gelegenen Felsen. Am 29. fuhr ich mit Cecile & Joni und 5 weiteren Wanderern nach Hakaui und wir gingen mit einem einheimischen Führer und etlichen Bachquerungen zum berühmten Wasserfall. Die alte Route Royale und die steilen und hohen Felsen beeindruckten uns, aber vom Wasserfall, der hinter großen Felsen versteckt liegt, war fast nichts zu sehen. Bevor’s wieder per Katamaran zurück ging, gab’s ein sehr gutes Essen (u.a. mit leckerem Papaya-Salat). Abends traf ich mich mit Fred und es gab viel zu erzählen. Er arbeitet seit einem Jahr hier als Krankenpfleger, hat seinen Mast wieder repariert und ist dabei, ein Boot für’s Fischen zu bauen. Am 30. buchte ich morgens zweimal meinen Flug für Freitag nach Hiva Oa: Zunächst online, bekam aber weder Ticket, noch Bestätigung, dann im Büro von Air Tahiti mit Barzahlung (Verbindung für Kartenzahlung war ausgefallen) und erhielt dann am Nachmittag den Anruf, dass sie bemerkt hatten, dass ich doppelt gebucht hätte und sie die erste Buchung storniert hätten. Am Nachmittag ging ich von Taipivai aus zu den südwestlichen Wasserfällen, hatte schöne Blicke und konnte mich unter dem rechten Fall erfrischen. Zurück brachte mich eine Familie, die noch Pampelmusen und Zitronen im Garten der Großeltern in Taipivai pflückte. Am 31. fuhr ich früh nach Taipivai und besuchte dort zunächst das Haus in dem lokale Handwerkskunst verkauft wird. Nachdem ich eine halbe Stunde gegangen war, konnte ich auf der mit leeren Wasserflaschen gefüllten Ladefläche eines Pickup nach Hatiheu mitfahren (sehr bequem). Dabei traf ich einen Franzosen, mit dem ich durch Hatiheu ging. Wir buchten bei Yvonne eine Reittour nach Anaho, eine schöne Bucht, die nicht per Auto zu erreichen ist. Auf dem Hinweg über den Pass waren meine Steigbügel zu kurz, so dass ich sie nicht benutzte und der hölzerne Sattel etwas unbequem war. Am Pass hielten wir kurz an, die Landschaft ist phantastisch schön. In Anaho angekommen ging ich zum Restaurant, das aber keine Vorräte mehr hatte. Dennoch bekam ich einen guten Salat frisch aus dem Garten. Den Rückweg machte ich mir bequemer indem ich die Steigbügel verlängerte. In Hatiheu fand ich eine Gruppe mit gutem einheimischen Führer, der ich mich für die Rückfahrt anschloss. So bekam ich die gut restaurierten Meae dieses Tals nochmal ausführlich zu sehen. Am 1. Juni flog ich von Nuku Hiva nach Hiva Oa. Die Sicht war sehr gut, auch weiter entfernte Insel waren zu sehen. Ich fand einen Platz im Sammeltaxi und konnte nach Absprache mit dem Pfarrer auf dem Kirchengelände mein Zelt aufbauen. Leider hatten die Läden weder Dinkel noch Roggenbrot, auch keine Biskuits ohne Weizen und keine Reiswaffeln. In der Pizzeria bekam ich als Sonderanfertigung gegrillten Fisch mit Brotfruchtauflauf (führte allerdings zu Durchfall). Ich traf verschiedene Segler und unterhielt mich noch lange bei guter Musik im MakeMake. Am 2. war ich morgens im Hafen auf Bill’s Boot, wir sprachen über’s Segeln und kontrollierten den Außenborder. Mittags bekam ich Früchte vom Pfarrer, nur die Pizzeria hatte offen, Geschäfte und Imbisse geschlossen. Nachmittags wanderte und fuhr ich zum großen Meae von Taaoa, abends besuchte ich in Atuona die Erstkommunionfeier.

 

2. Nuku HivaUa Pou, 16. - 25. Mai 2018 + 99 Fotos

Am 16. Mai kam ich nach schönem Flug in Nuku Hiva an. Die Landung war bei starkem Seitenwind problematisch: Nach dem ersten Aufsetzen startete der Pilot durch, beim 2. Anflug setzte er nicht zur Landung an, aber der 3. Versuch war gut. Nach Mittagessen im Flughafenrestaurant ließ ich mich zum über 1200m hohen Pass bringen. Leider waren die Berge aber so zugewachsen, dass ich nicht nennenswert wandern konnte. Ich erlebte einen schönen Sonnenuntergang, zeltete gut, aber am nächsten Morgen war ich von Wolken umhüllt. Nachdem ich an der Straße Wildpferde getroffen hatte, ging ich ein Stück hinunter und nach einer Stunde kam ein Lieferwagen, der mich nach Taiohae mitnahm. Ich konnte bei Rose (früher die beste Anlaufstelle der Segler, aber nun sehr alt und kaum noch aktiv) mein Gepäck abstellen, modifizierte meinen Anschlag „Heading Tahiti“ und hing ihn an mehreren Stellen aus. Da ich keine günstige Unterkunft fand, zeltete ich an den Ruinen des Forts, unterhalb des neuen Denkmals. Am Abend lernte ich einen Amerikaner kennen, der mit viel Zeit segeln + tauchen und Tahiti erst im Dezember erreichen will. Am 17. wollte ich nach Hakaui und zum Vaipo-Fall wandern, fand aber nicht die richtige Abzweigung und kam hoch im Gebirge zu einer im Bau befindlichen Hütte, von der ich auf Forstwegen zur Hauptstraße kam. Dort konnte ich bei deutschen Seglern auf der Ladefläche nach Taiohae mitfahren. Am 18. setzte ich morgens zur Ketsch des Amerikaners über, ging nach langem Gespräch durch den Ort, schwamm und spielte mit einheimischen Jugendlichen Federball. Pfingstsonntag besuchte ich die Messe mit Firmung in der Kathedrale. Anschließend wurde ich von einer deutschen Immigrantin nach Taipivai mitgenommen. Dort bekam ich im Lebensmittelgeschäft eine Pampelmuse geschenkt. Ich aß sie dort direkt und unterhielt mich lange. Weiter ging’s als Anhalter nach Hooumi mit Kapelle + Grotte. Von dort ging ich mit einem Franzosen zum Strand, wo ich badete. Zurück wurde ich bis Taipivai mitgenommen, nach einer halben Stunde Wanderung hielt dann ein Pickup in dem 4 Katecheten fuhren, die Pfingstmontag in der Kathedrale eine ganztägige Pfingstkatechese halten. Mit ihnen fuhr ich durch herrliche Gebirgslandschaft nach Hatiheu, wir hielten am Aussichtspunkt und besichtigten ein großes Meae mit alten Bäumen, besichtigten die Kirche und sie machten mit einer Drohne Fotos von der auf einem 200m hohen Felsen stehenden Madonna. Auf der Rückfahrt trafen wir in Taipivai den Bischof, mit dem ich mich unterhielt und der mich dann nach Taiohae mitnahm. Am 21. Mai segelte ich mit Cecile & Joni (und 3 weiteren Gästen) nach Hakahetau auf der 40 km südlich gelegenen Insel Ua Pou. Wie fast immer, steckten die Gipfel der berühmten Pics in den Wolken. Nachdem ich mein großes Gepäck bei einer Familie zur Aufbewahrung abgegeben hatte, gelang es mir, per Anhalter die lange holperige Straße zum Hauptort Hakahau mitgenommen zu werden. Da der Pfingstmontag Feiertag ist, war alles geschlossen, aber am Strand traf ich eine Familie, die mich zum Essen einlud. Für den Rückweg musste ich etwas länger auf eine Mitfahrgelegenheit warten. In Hakatehau baute ich mit Sonnenuntergang mein Zelt am Hafen auf und ging noch auf ein Bier und eine Stunde Internet ins Restaurant. Am 22. ging ich das Tal hinauf zu Manfred, einem Deutschen, der seit 30 Jahren in Polynesien lebt, als Hubschrauberpilot gearbeitet hat und seit einigen Jahren als Schoko-Mann eigene Schokolade produziert und verkauft. Weiter ging ich den guten, aber teils sehr steilen Wanderweg zwischen Poumake und Totamahiti hinüber und durch’s nördliche Tal zurück. Nachdem ich bei einer Familie gut gegessen hatte, versuchte ich per Anhalter mit dem gesamten Gepäck nach Hakahau zu kommen. Von 15 bis 17 Uhr kam kein Auto, aber als ich gerade aufgeben wollte, fand ich Platz in einem Taxi. Während ich einkaufen ging, setzte starker Regen ein, eine Familie nahm mich mit zum Strand, wo ich in einer Regenpause mein Zelt aufschlug. Am 23. ging ich nach ausgiebigem Frühstück baden, einkaufen und dann zum Festgelände, wo viele Einheimische ihre Erzeugnisse präsentierten und ich auch unsere Katamaran-Besatzung traf. Nach längerem Warten nahm mich ein Auto nach Hohoi mit, ich konnte an der Schule zelten und ging noch zur Bucht herunter, wo ich eine große Mango geschenkt bekam. Am 24. stand ich früh auf und wurde bald nach Hakahau mitgenommen. Mittags badete ich in der östlichen Bucht, ging zum Kreuz, von dem ich einen guten Rundblick hatte. Später hatte ich das Glück, dass die Wolken für einige Sekunden den Blick auf die höchsten Gipfel freigaben. Nachmittags fuhr ich auf der Ladefläche eines Pickups mit Schwein und Großeinkäufen zurück nach Hakatehau. Als ich mein Gepäck unterstellte, fing es an zu regnen und ich nahm an einer häuslichen Maiandacht teil. Am 25. kamen Cecile & Joni wieder nach Hakatehau, wir gingen durch den Ort, besuchten einen Steinmetz, einen Holzschnitzer und unterhielten uns im Restaurant, bevor wir wieder nach Taiohae zurücksegelten.

 

1. Tahiti, 11. - 15. Mai 2018 + 28 Fotos

Den 11. Mai erlebte ich durch die Überquerung der Datumsgrenze in Tahiti ein zweites Mal. Ich landete um 1.30 Uhr, fand ein Sammeltaxi und erreichte die Mahana Lodge, wo man mich erwartete, um 2.30 Uhr. Nachdem ich am Flughafen schon Geld vom Automaten bekommen hatte, kaufte ich am Vormittag eine Simkarte und Brot und erkundigte mich bei Tahiti Air nach Flügen zu den Marquesas. Mittags telefonierte ich mit Anne aus Papara, die sich über Couchsurfing bereit erklärt hatte, mich zu beherbergen, und sie holte mich in Papeete ab. Am Nachmittag durfte ich ihren Dacia benutzen und so umrundete ich, ihrem Rat folgend die Hauptinsel. Von Uruera aushatte ich einen schönen Blick auf die östliche Halbinsel, ebenso von Tautira. Durch die Täler konnte ich steile Berge sehen und in Faarumai ging ich zum großen Vaimahuta-Fall (der Weg zu den anderen Wasserfällen war gesperrt). Samstag brachte mich Anne zum Hotel Meridian, von wo ich mit anderen Gleitschirmfliegern zum Startplatz von AirEvasion gebracht wurde. Der Blick zur Nachbarinsel Morea ist von dort besonders schön, aber der Nordwind war kaum berechenbar und bis auf einen jungen Piloten traute sich keiner, zu starten. Als die anderen wieder herunter fuhren, wanderte ich noch über eine Stunde aufwärts, der Weg endete dann in einer verlassenen Bananenplantage und war steil und matschig. Ich ging wieder hinunter, am Startplatz war der Wind mittags besser, aber am Landeplatz zu stark. Nach einem reinigenden Bad in der Lagune (mit starker Strömung) fuhr ich per Anhalter zurück nach Papara. Da Anne mit ihrem Sohn Louis-Marie beim Fecht-Wettbewerb war (er kam ins Finale und wurde Zweiter), warf ich nur meinen Gleitschirm über die Mauer und fuhr per Anhalter zur Grotte Maraa, wo ich kurz ins erfrischende Wasser stieg. Einheimische brachten mich zum hervorragend restaurierten 'Ārahurahu Marae. Per Bus fuhr ich zurück nach Papara. Am Sonntag fuhren wir zu den Gleitschirmfliegern, denn Louis-Marie hatte sich zu einem Tandemflug angemeldet. Diesmal gab es ein wenig Rückenwind, es starteten 2 Tandems, aber bald setzte leichter Regen ein und wir brachen ab. Im Hotel Meridian sah ich einen Flügel bei dem einige Saiten fehlten und etliche rostig waren, er sollte eben doch nicht dauerhaft draußen stehen. Am Nachmittag hatte ich nochmals das Auto zur Verfügung und fuhr in mehrere Täler hinein. Im Vallee Vaihiria kam ich fast bis zum Lac Bleu. Auf der Rückfahrt nahm ich 2 wandernde Frauen mit und lernte so Martine kennen, eine Gambistin, die von den Schwierigkeiten erzählte, die Streichinstrumente mit dem tropischen Klima haben. Am Montag brauchte ich morgens mit dem Bus staubedingt fast 2 Stunden nach Papeete. Auf dem Weg zum Hafen kam ich an La Boutique du Piano vorbei, wo ich nach einem vergeblichen Versuch, im Büro der Aranui eine günstige Passage zu den Marquesas zu bekommen, eine Stunde auf einem Yamaha und einem sehr guten Grotrian-Flügel spielte. Anschließend bekam ich (nach Schlange stehen und Passfoto besorgen) bei Air Tahiti für Mittwoch einen ermäßigten Flug nach Nuku Hiva. Auf der Suche nach einer Aufbewahrungsmöglichkeit für meinen Gleitschirm war ich noch im Flughafen, bevor’s wieder zurück nach Papara ging. Dienstag fuhr ich mit Anne, die in der Uni (wo sie auch unterrichtet) etwas abgeben musste, in Papeete und wir brachten den Gleitschirm zu Martine, die ihn für mich verwahrt. Mittags war ich dann beim Musikunterricht in Papara, spielte am Clavinova etwas vor und beantwortete Fragen der Schüler. Am Nachmittag fuhr ich per Bus nach Faa’a, wo ich ein Airbnb gebucht hatte um am nächsten Morgen früh am Flughafen zu sein. Als ich einen Chor hörte ging ich dort zur Probe bei den Protestanten. Gesungen wurde aus amerikanischen Noten mit ins Tahitische übersetzten Pfingsttexten. Am 16. war ich früh genug beim Besteigen der Turboprop-Maschine um einen Fensterplatz auf der rechten Seite zu bekommen und konnte schöne Fotos machen.