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Reise „Down Under1.Teil: Australien, 2. Neuseeland - Südinsel, 3. Neuseeland - Nordinsel, 4. Polynesien – Fotos bei flickr und bei Facebook

5. zweiter Sommer in Neuseeland, 28. Oktober – 27. November 2018

1. Auckland - 2. Paihia – 3. Auckland

3. Paihia - Auckland – WaitomoTauranga - Whakatane, 19. – 27. November 2018 + 99 Fotos

Am 19. November übte ich vormittags wieder auf dem Steinway. Nachmittags nahm ich von Paihia aus an der Hole in the Rock – Dolphin Seekers Tour statt. Wir bekamen Erläuterungen zu Cooks Anchorage an der Motuarohia Insel, sahen Delphine mit denen andere schnorchelten und fuhren durch die Waewaetorea Passage zum Cape Brett, wo wir trotz der deutlichen Dünung durch das große Felsentor der vorgelagerten Insel Motukōkako. So sah ich die Inseln zwischen denen ich am 12. gesegelt war nochmals aus anderer Perspektive. Am 20. besichtigte ich die sehr schönen Kawiti Caves und fuhr mit Umwegen über die Mt Tiger Road bei Whangarei und die Kraack Road am Dome Valley bei regnerischem Wetter nach Auckland. Am 21. spielte ich lange auf dem neuen Kawai-Flügel in St Matthew und half anschließend Paul beim Orgelstimmen. Abends ging ich ins Kino und genoss Bohemian Rhapsody, von dem mir Ulla erzählt hatte. Am 22. übte ich an der Orgel der Methodist Church und am Flügel in St Matthew. Am 23. segelte ich mit David bei bestem Wetter von der Half Moon Bay zur Harbour Bridge und zurück. Anfangs hatten wir wenig Wind, am Ende (mit einigen kleinen Regatten) war der Wind so stark, wie es das Boot gerade gut vertrug. Am 24. regnete es viel. Ich besuchte mittags Kelly Tarlton’s Sea Life Aquarium und ging abends in Manukau ins Fireworks-Jubiläumskonzert des Manukau Symphony Orchestra. Es begann mit Händels Feuerwerksmusik, trotz der großen Besetzung stilsicher und lebendig gespielt. Dann spielte Michael Houstoun Bachs d-moll Konzert, bei dem ich mich manchmal über die mangelnde Lautstärke des Cembalos geärgert habe. So genoss ich, es diesmal mit dem Flügel zu hören und musste dabei an den Kurs von Harnoncourt „Bach voor Pianisten“ 1975 in Den Haag denken. Nach der Pause folgten Rachmaninows Paganini-Rhapsodie und Tschaikowskys Romeo und Julia, ebenso bravourös gespielt. Am 25. fuhr ich im heftigen Dauerregen nach Waitomo,wo ich die Aranui und die Ruakuri-Höhlen besichtigte. Zum Übernachten fuhr ich zum Mighty River Camping am Lake Karapiro. Am 26. fuhr ich nach einem Abstecher über die McLaren-Falls nach Taurangi, kam im Omokoroa Caravan Park unter und stieg bei Sonnenschein auf den Mt Manganui bevor es dann wieder regnete. Am 27. flog ich am Mt Manganui 43 Min. mit meinem Gleitschirm. Anschließend fuhr ich nach Whakatane und nach dem Einchecken im Holiday Park zum Kohi Point Lookout und wanderte zur Otarawairere Bay.

 

2. Paihia - Rawene, 14. – 18. November 2018 + 98 Fotos

Am 14. November konnte ich durch Vermittlung von Michael Houstoun bei Jill 4 Std. auf einem 100-jährigen, excellent gepflegten Steinway-Konzertflügel üben. Am Nachmittag verbrachte ich mehrere Stunden  mit David, meinem Mitsegler von Second Summit, der nun auch in Opua eingetroffen war. Am 15. fand ich meine Zahnbürste wieder, die in Kerikeri aus dem Auto gefallen war, besuchte die Missionskirche in Waimate (mit einer Orgel von Bevington) und das Pioneer Village (ein Museum aus historischen Häusern) in Kaikohe. Auf dem dortigen Segelflugplatz war ich nach etlichen Flügen der Clubmitglieder schon ins Flugzeug eingestiegen als die Winde streikte. Ich fuhr weiter zum schön gelegenen Rawene Holiday Park, wo ich übernachtete. Dort traf ich ein Paar aus Tschechien, welches ein Boot leihen wollte. Ich lud es ein, am 16. auf meinem kleinen Boot mitzufahren. Da zunächst kein Wind war, ruderte Karel bis ein leichter Lufthauch uns weiterbewegte. Wir fuhren vom Ebbstrom unterstützt den Hokianga Harbour abwärts und fanden schon bald Boulder die wir zu Fuß erkundeten. Bei den Koutu Boulders stiegen meine Gäste nochmals aus und ich segelte langsam parallel. Als sie wieder eingestiegen waren, drehte der Wind und nahm zu, so dass wir für den Rückweg nur die Hälfte der Zeit brauchten. Wir segelten weiter in die Narrows hinein, als wir aber umkehren wollten, mussten wir feststellen, dass das Boot bei dieser Beladung nicht in der Lage war, gegen Wind und Strom vorwärts zu kommen. So waren wir froh, dass uns kurz vor Kohukohu ein Motorboot entgegen kam, welches bereit war mein Boot nach Rawene zurück zu schleppen. Nachdem wir zusammen gegessen und Fotos ausgetauscht hatten, fuhr ich zum Cowshed bei Kaikohe, wo ich günstig übernachtete. Am 17. fuhr ich nach Einkäufen in Kerikeri zum Bay of Islands Holiday Park bei Paihia. Ohne Boot fuhr ich weiter nach Rawhiti und wanderte 10 km über den Pukehuia hoch und den östlichen Anstieg des Cape Brett Track zurück. Am 18. war ich morgens bei einer Chorprobe in St James in Kerikeri. Mittags saß ich in Kaikohe beim ersten Start im Segelflugzeug und flog mit dem Clubpräsidenten 29 Minuten mit Fernsicht zur Bay of Islands und zum Hokianga Harbour. Am Nachmittag segelte ich mit Tucker Thompson, einem Zweimaster nach alter Tradition, in der Bucht vor Russell.

 

1. Auckland - Paihia, 28.Oktober – 13. November 2018 + 99 Fotos

Am 28. Oktober besuchte ich den Sonntagsgottesdienst in St Matthew-in-the-City. Nachdem ich mich noch lange mit einem der Sänger unterhalten hatte, brachte mich Stephen zum Freemans Backpackers. Um 14 Uhr besuchte ich das Orgelkonzert von Raúl Prieto Ramírez in der Town Hall. Er spielte auswendig und begeisterte das Auditorium so, dass er 4 Zugaben geben musste. Anschließend holte ich bei Mark in Greenhithe meinen Toyota ab. Entsprechend seiner Empfehlung fuhr ich am 29. nach Manukau und bekam nach Umschreibung von 9 auf 2-sitzig die Warranty of fitness. Am Nachmittag spielte ich in St Matthew Klavier und zeigte abends Paul, wie man mit Abstecken der Pfeifen Mixturen stimmt. Am 30. zog ich in die Oaklands Lodge um und übte lange auf der Orgel der Methodist Church. Abends half ich Paul beim Orgelstimmen in St Matthew. Am 31. fuhr ich nach Waiuku, holte bei Kris mein Boot ab, welches ich im Mai über TradeMe (das neuseeländische ebay) gekauft hatte und bestellte einen kleinen Anker mit Zubehör. Dann fuhr ich nach Hoods Landing. Als ich sah, dass der für den Nachmittag angesagte Seewind einsetzte, machte ich kehrt und fuhr nach Karioitahi um meinen Gleitschirm zu benutzen. Am Startplatz war der Wind aber schon wieder zu stark und ich wurde bei mehreren Startversuchen bergaufwärts gezogen. Als ich, dem Rat eines deutschen Fliegers folgend, wesentlich tiefer startete, bekam ich beim Ausdrehen einen Lift nach oben und ich soarte die Küste entlang, bis meine Finger zu kalt wurden und ich am Strand landete. Nachdem ich in Waiuku etwas gegessen und den Anker abgeholt hatte, ließ ich das Boot in Hoods Landing zu Wasser, probierte den Außenborder aus und setzt probeweise das Segel. Den 1. November, an dem es viel regnete, verbrachte ich in Auckland mit Einkäufen und Arbeit am Computer. Am 2. fand ich in Manakau eine lange gesuchte Schraube für’s Seitenfenster des Toyota und ergänzte die Ausstattung des Boots mit Curryklemmen für die Schot. Nachdem ich gut gegessen hatte, fuhr ich zur Kawakawa Bay und ließ das Boot zu Wasser. Bei frischem Wind segelte ich ca. 400 Meter, dann legte sich das Boot etwas, so dass Wasser hinein floss und ehe ich mich versah, war ich durchgekentert. Das Holzschwert war im Schwertkasten verschwunden und es gelang mir nicht, das Boot wieder aufzurichten. Nach etlichen Minuten versuchte ich zu einem ca. 100m entfernten einsam ankernden Segelboot zu schwimmen, kam aber gegen den Wind nicht gut vorwärts und zog mich mühsam wieder auf mein kieloben treibendes Boot. Nach ca. 30 Minuten reagierte ein Motorboot mit Anglern auf mein Winken, kam mir vom Hafen zu Hilfe, ich stieg hinüber, wir konnten das Boot am Ankerseil aufrichten und in den Hafen schleppen. Nachdem ich mir trockene Sachen angezogen hatte, konnte ich das Boot mit Helfern auf den Trailer ziehen und aufräumen. Schwimmweste und wasserdichter Sack für Dokumente hatten sich bewährt, aber der ungesichert im Boot liegende Außenborder war verloren und das Steuer an den Steinen der Hafenmole zerbrochen. Ich suchte am Ufer noch vergeblich nach der weggeschwommenen Ruderpinne und fuhr die schöne Küste entlang nach Auckland zurück. Am 3. ging ich abends mit Paul und seiner thailändischen Freundin essen. Am 4. besuchte ich den Sonntagsgottesdienst in der Cathedral, traf dort Thomas (einen mit Paul befreundeten Organisten, mit dem ich im April viel Kontakt hatte) und sprach mit Philipp Smith. Nachmittags wanderte ich auf den One Tree Hill im Cornwall Park mit zahlreichen Schafen. Am 5. hatte ich die Instrumente der Kathedrale zur freien Verfügung und spielte - mit Unterbrechungen durch David Jenkin, einen unglaublich schnellen Klavierstimmer und durch etliche Führungen – über 6 Stunden auf der großen Orgel und dem Kawai-Konzertflügel. Am 6. half mir Paul Downie, aus Teilen die ich am Vortag im Baumarkt gekauft hatte, ein neues Ruder für mein Boot zu bauen. Ich bearbeitete das zugeschnittene Holz mit seinem Bandschleifer und lackierte es anschließend. Gegen Abend übte ich in der Methodist Church und Walter Nicholls spielte mir Stücke aus seinem Weihnachtsprogramm vor. Am 7. fuhr ich zu Martins Bay bei Warkworth, wo eine Schul-AG Optimisten zum Segeln vorbereitete und weiter nach Mahurangi, wo ich mein Boot zu Wasser ließ und durch die in der Bucht ankernden Boote segelte. Ein Angler gab mir einen Fisch und den Tipp, nach Ngunguru nordöstlich von Whangarei zu fahren. Dort fand ich einen günstigen Campingplatz und ließ mir den Fisch schmecken. Am 8. segelte ich im Ngunguru River über 4 Stunden, wurde aber bei der einsetzenden Ebbe oft durch Sandbänke behindert in denen ich mit dem Schwert steckenblieb. Am Abend fuhr ich nach Paihia. Am 9. fand ich in Opua einen Segelmacher, dem ich mein wenig gepflegtes Segel zum Überholen anvertraute. Dann fuhr ich zu den Wairere Boulders. Ich ging den Boulder Loop, durch den Nikau Forest zum swimming hole, zum Lookout und zum Magic Rock (insgesamt 2 Stunden) und genoss (besonders nach meinen schlechten Erfahrungen der letzten Monate ohne Wege und Markierungen in französisch Polynesien) die schön angelegten Wege. Um 15 Uhr holte ich mein Segel mit neuen Segellatten und reparierten Taschen ab, fuhr die Oromahoe Road zum Opua Kauri Walk und ging in Kerikeri zu den Te Wairere Wasserfällen und zum kleinen Wasserfall des Waitangi River an der Lily Pond Road. Auch konnte ich in Kerikeri meine Autolautsprecheranschlüsse verbessern und die Ausstattung um einen kleinen Kochtopf ergänzen. Am 10. segelte ich von Opua zunächst dreieinhalb Stunden gegen Wind und Ebbstrom zur Whangae Bridge und der Kawakawa River aufwärts, dann in 35 Minuten zurück und weiter zum Waikino Creek, insgesamt 6 Stunden schön ruhige Natur mit gutem Wind, Sonne und Vogelgesang. Am 11. startete ich in Opua zur Erkundung des Waikare Inlet. Als nach 25 Minuten an der Motutokape-Insel der Wind nachließ, änderte ich mein Ziel in Richtung Veronica Channel. Dort wurde mir der Wind aber schnell zu stark, so dass ich doch zum Waikare Inlet segelte, wo ich auch guten Wind hatte. Gleichzeitig fand hier eine Regatta mit 4 größeren Booten statt. Nach weiteren anderthalb Stunden fuhr ich in der Mitte der Wasserfläche mehrfach auf Sand und da ich keine brauchbare Tiefe fand kehrte ich um. Später hatte ich 45 Minuten Flaute nach der ich bei weniger Wind gut zurückkehrte. Zum Abendessen ging ich in den Cruiser Club und unterhielt mich mit dortigen Seglern. Am 12. fuhr ich mit der Fähre von Opua nach Okiato und weiter zur Kaimarama Bay. Von dort unternahm ich mit meinem Boot eine schöne Tour entlang der Inseln der Bay of Islands. Der in den Prognosen als schwach angekündigte Wind war für meine Nussschale genau richtig. Am 13. segelte ich von Waitangi bis in den Te Puna Inlet hinter Kerikeri und über Russell und Paihia zurück. Ich hatte diesmal so geplant, dass ich Tide und Wind optimal nutzte und in gut 7 Stunden 37 km zurückgelegt.